CBD wird nicht nur oral verwendet: Eine der am schnellsten wachsenden Kategorien ist die der CBD-Kosmetik, von Cremes bis zu Körperbalsamen. Dieser Ratgeber erklärt, was diese Produkte sind, wie sie sich vom einzunehmenden Öl unterscheiden, was die Forschung zu den Eigenschaften von auf der Haut aufgetragenem Cannabidiol sagt und wie du ein hochwertiges Kosmetikum erkennst.
Was CBD-Kosmetik ist
CBD-Kosmetik sind Produkte zur topischen Anwendung, also zum Auftragen auf die Haut, die Cannabidiol unter ihren Inhaltsstoffen enthalten. Zu dieser Kategorie gehören Feuchtigkeitscremes, Balsame, Massageöle, Gesichtsseren und Körperprodukte.
Anders als das sublingual eingenommene CBD Öl wirkt ein Kosmetikum lokal auf der Anwendungszone und gelangt nicht in gleicher Weise in den Blutkreislauf. Daher ist der Zweck ein anderer: Pflege und Wohlbefinden der Haut, kein systemischer Effekt.
In Deutschland fällt CBD-Kosmetik unter die EU-Verordnung über kosmetische Mittel (Verordnung (EG) 1223/2009), nicht unter die Regeln für Arzneimittel.
Warum CBD in der Kosmetik verwendet wird
Das Interesse an CBD in der Hautpflege entsteht aus den untersuchten Eigenschaften von Cannabidiol. Die Forschung hat antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften von CBD über verschiedene Signalwege beschrieben [Henshaw et al., 2021]. Die Haut besitzt zudem ein eigenes Endocannabinoid-System, was das Interesse der Kosmetik an diesen Inhaltsstoffen erklärt.
Wichtig zur Klarheit: Von untersuchten Eigenschaften zu sprechen bedeutet nicht, dem Kosmetikum heilende Wirkungen zuzuschreiben. Ein CBD-Kosmetikum ist ein Hautpflegeprodukt, kein Arzneimittel.
Topisches CBD vs CBD Öl: Was wählen
Die Wahl hängt vom Ziel ab:
- CBD-Kosmetik / Creme: für die lokale Pflege von Haut und Körper, gezielte Anwendung auf einer bestimmten Zone.
- CBD Öl: für die innere, dosierbare Anwendung mit anderen Zwecken.
Wie du ein hochwertiges CBD-Kosmetikum erkennst
Die Qualitätskriterien sind teils dieselben wie bei anderen CBD-Produkten, teils kosmetikspezifisch:
- Deklarierter CBD-Gehalt: Ein gutes Produkt gibt den Cannabidiol-Gehalt klar an, nicht nur die generische Angabe „mit CBD".
- Transparente INCI-Liste: Die Inhaltsstoffliste muss vollständig und lesbar sein.
- Laboranalyse: Seriöse Hersteller stellen die Dokumentation zu Gehalt und Reinheit bereit.
- Extrakttyp: Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat, auf dem Etikett angegeben.
- Herkunft des Hanfs: bevorzugt aus der EU und biologisch.
Zur Vertiefung der allgemeinen Kriterien findest du den Ratgeber zu den CBD Qualitätsmerkmalen.
Wie CBD-Kosmetik angewendet wird
Die Anwendung ist die eines typischen Kosmetikums: Du trägst die angegebene Menge auf die betroffene Zone auf und massierst sie bis zur Aufnahme ein. Da es sich um Produkte zur äußeren Anwendung handelt, ist es ratsam, die Angaben auf dem Etikett zu befolgen und bei empfindlicher Haut einen Test auf einer kleinen Stelle zu machen. Für systemische Erwägungen siehe die CBD Nebenwirkungen.
Häufige Fragen
Machen CBD-Cremes high?
Nein. CBD ist nicht psychoaktiv, und Kosmetik wird auf die Haut aufgetragen, ohne psychoaktive Effekte zu erzeugen.
Was ist der Unterschied zwischen CBD-Creme und CBD Öl?
Die Creme ist ein Kosmetikum zur äußeren Anwendung mit lokaler Wirkung auf der Haut. Das Öl wird sublingual eingenommen und hat andere Zwecke.
Ist CBD-Kosmetik in Deutschland legal?
Ja, sie fällt unter die EU-Verordnung über kosmetische Mittel, sofern sie die vorgesehenen Anforderungen erfüllt.
Gelangt topisches CBD ins Blut?
Die topische Anwendung wirkt lokal und führt nicht zur gleichen systemischen Aufnahme wie die orale Einnahme.
Fazit
CBD-Kosmetik ist eine wachsende Kategorie für alle, die Hautpflegeprodukte auf Cannabidiol-Basis suchen. Wie bei jedem CBD-Produkt liegt die Qualität im Detail: deklarierter Gehalt, Etikett-Transparenz und Laboranalyse. Denk daran, dass ein Kosmetikum ein Pflegeprodukt bleibt, kein Arzneimittel.